Schloss der Fava

Posada erhebt sich über den Hängen eines Kalksteinhügels, auf dessen Spitze sich der Casteddu de sa Fae oder Castello della Fava genannte Turm befindet. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf die unten liegende Ebene des Rio Posada. Von der Burg gibt es nur noch wenige Ruinen. Bemerkenswert ist die Altstadt an den Hängen des Hügels, in denen Gebäude mit mittelalterlichen Strukturen erhalten geblieben sind.

Die Ortschaft von Posada und sein Schloss liegen an der Grenze zwischen dem Reich der Gallura und Arborea und standen im Mittelpunkt komplexer historischer Ereignisse. Wir haben zwar keine verlässlichen Daten über die Bauzeit der Befestigung, können aber davon ausgehen, dass das Schloss bereits im 13. Jahrhundert errichtet und die Ortschaft mit einer Befestigungsanlage versehen wurde. Posada war Sitz der Herrscher von Gallura und Eleonora d'Arborea, fiel aber um 1380 in die Hände der Aragonesen, um dann unter dem Kommando von Brancaleone Doria erneut eingenommen zu werden. Mit dem Fall des Judikats von Arborea ging Posada in den Großgrundbesitz der Familie Carròs über und wurde in den Rang einer Baronie erhoben.

Die besondere Bezeichnung des Schlosses „della fava“ stammt aus der Legende, der zufolge um 1300 eine türkische Flotte an der Küste der Insel landete und Posada belagerte, um sie durch Hungersnot zu erobern. Um die Belagerer zu täuschen, gaben Posadas Bewohner einer Taube, die sie leicht verletzten, die letzten Bohnen zu fressen; beim Fliegen fiel sie in das Lager der Türken. Im Magen des Vogels fanden sie besonders viele Bohnen und glaubten, die Inselbewohner hätten genügend viele Nahrung. So ergab sich, dass die Türken abzogen, weil sie keine Hoffnung hatten, ihr Vorhaben durchzuführen. Sie hoben ihre Belagerung auf, verließen die Insel. Die Burg von Posada wurde aus wenig bearbeiteten und mit Steinen gemischten Werksteinen hergestellt, gliedert sich in eine unregelmäßige viereckige Stadtmauer, in dessen Inneren sich ein viereckiger gezinnter Turm und eine Reihe von Zisternen befinden.

Quelle: SardegnaCultura

Schloss der Fava